Termine
Literaturwissenschaftliches Kolloquium, DIE KLEINE FORM & Gespräch über Bücher

 

Sonntag, 10.08.2008 - Samstag, 23.08.2008
"Urbanität und Unruhe 1900"
Prof. Dr.Walburga Hülk (Siegen) und Prof. Dr. Ursula Renner-Henke (Duisburg-Essen)
Internationale Akademie der Studienstiftung des deutschen Volkes, Rot an der Rot, Oberschwaben.

Mittwoch, 15.10.2008
Gespräch über Bücher - ALT/JUNG
mit Ursula Renner-Henke, Johannes F. Lehmann
Gast: Prof. Dr. Heiko Schulz (Universität Duisburg-Essen)
Martin Walser: Ein liebender Mann (Rowohlt Verlag, Reinbek/Hamburg, 2008)

20.00 Uhr, Zentralbibliothek Essen, Hollestraße 3 (Gildehof)
Eintritt frei! Informationen hier!

Der 73-jährige Dichter Goethe – Witwer, nationales Literaturmonument und so berühmt, dass sein Diener Stadelmann heimlich Haare von ihm verkauft – liebt die gut ein halbes Jahrhundert jünger Ulrike von Levetzow. Aufwühlend, zart, authentisch und ohne jede Peinlichkeit erzählt Martin Walser in seinem neuesten Roman die fiktiv-biografische Geschichte einer unmöglichen Liebe.

Mittwoch, 22.10.2008
DIE KLEINE FORM
Die lieben KollegInnen - eine kleine Phänomenologie wissenschaftlicher Gemeinschaften

Prof. Dr. Claus Leggewie (Politikwissenschaften / Kulturwissenschaftliches Institut Essen)
Bibliothekssaal, Campus Essen 13.15 - 14.00 Uhr
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Mittwoch, 22.10.2008
Literaturwissenschaftliches Kolloquium
Philosophen als Erzähler in der französischen Aufklärung
Prof. Dr. Rainer Warning (München)
18.00 - 20.00 Uhr
Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Raum R12 S03 H20

Mit den repräsentativen Namen der französischen Aufklärung verbinden wir nicht nur ihr philosophisches Œuvre, sondern gleichermaßen ihre romanesken Fiktionen: Mit Montesquieu seine Lettres persanes, mit Rousseau seine Nouvelle Héloïse, mit Diderot den Jacques le fataliste und den Neveu de Rameau, mit Voltaire seine Contes. Der Vortrag soll zeigen, daß es sich hierbei nicht um Produkte der Muße-stunden handelt, sondern um eine systematische Komplementarität von diskursiver Stringenz und erzählerischer Freiheit, die unter spezifischen französischen Voraussetzungen steht und deshalb auch kein Pendant hat in anderen europäischen Aufklärungen.

Mittwoch, 05.11.2008
DIE KLEINE FORM
Stammzellenforschung in Essen

Dr. Joachim R. Göthert (Medizin / Universitätsklinik)
Bibliothekssaal, Campus Essen 13.15 - 14.00 Uhr
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Mittwoch, 05.11.2008
Literaturwissenschaftliches Kolloquium
Die „Gesellschaft“ der höfischen Dichtung im Spiegel der Forschungsge-schichte
Prof. Dr. Ursula Peters (Köln)
18.00 - 20.00 Uhr
Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Raum R12 S03 H20

Gegenstand des Vortrags ist ein forschungsgeschichtlicher Überblick über die neueren kulturwissenschaftliche Diskussionen der Mediävistik zur im weitesten Sinne Gesellschaftsthematik der höfischen Dichtung, wobei 1. die Filiationen zur älteren gesellschaftsgeschichtlichen Diskussion, 2. die Spezifik und Implikationen der Neujustierung der kulturwissenschaftlichen Frageinteressen und schließlich 3. die durch sie angestoßenen Veränderungen unseres Verständnisses der höfischen Dichtung herausgestellt werden.

Mittwoch, 19.11.2008
DIE KLEINE FORM
Eine andere amerikanische Identität: Zeitgenössische US-Latina/o Identität (mit gleichzeitiger Eröffnung der Kunstausstellung ‚Da-Sein’)

Prof. Dr. Josef Raab (Anglistik)
Bibliothekssaal, Campus Essen 13.15 - 14.00 Uhr
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Mittwoch, 19.11.2008
Literaturwissenschaftliches Kolloquium
Eros und Erkenntnis: Der Mythos von Actaeon und Diana
Prof. Dr. Maria Moog-Grünewald (Tübingen)
18.00 - 20.00 Uhr
Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Raum R12 S03 H20

Antike Mythen sind Erzählungen, die von Anbeginn eine Funktion hatten – und es sind ihre wechselnden, doch keineswegs beliebigen Funktionen, die die ungebrochene Rezeption antiker Mythen über fast drei Jahrtausende in allen künstlerischen Bereichen begründen. Die Entfaltung des spezifischen Funktionspotentials des Diana- und Actaeonmythos von Ovid bis Klossowski und Lacan ist Gegenstand des Vortrags.

Mittwoch, 21.11.2008
Gespräch über Bücher - ALT/JUNG
mit Ursula Renner-Henke, Johannes F. Lehmann
Gast: Dr. Corinna Schlicht (Universität Duisburg-Essen)
Louis Begley: Ehrensachen (Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M., 2007)

20.00 Uhr, Zentralbibliothek Essen, Hollestraße 3 (Gildehof)
Eintritt frei! Informationen hier!

Anfang der 50er Jahre - der Beginn ihres Studiums an der Eliteuniversität Harvard ist für drei junge Männer sehr unterschiedlicher Herkunft der Beginn einer langen Freundschaft. Zugleich ein Roman über das Erwachsenwerden und über die Loslösung von elterlichen Idealen und Werten, ist dies im Kern ein Roman über Jüdischsein und Jüdisch-sein-Müssen.

Mittwoch, 03.12.2008
DIE KLEINE FORM
Darwin heute – zwischen Biologie und Philosophie

Prof. Dr. Hans Werner Ingensiep (Philosophie / Zentrum für medizinische Biologie)
Bibliothekssaal, Campus Essen 13.15 - 14.00 Uhr
weitere Informationen hier

Mittwoch, 03.12.2008
Literaturwissenschaftliches Kolloquium
Nietzsche und die Moralistik
Prof. Dr. Karlheinz Stierle (Konstanz)
18.00 - 20.00 Uhr
Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Raum R12 S03 H20

Friedrich Nietzsche ist der Erfinder des Worts „Moralistik“. Was er darunter ver-steht und wie er seine Idee der Moralistik in Auseinandersetzuung mit den französischen Moralisten, insbesondere mit La Rochefoucauld gewinnt, soll Gegenstand des Vortrags sein. Dabei wird die Sprachform der moralistischen Reflexion beson-dere Aufmerksamkeit finden.

Mittwoch, 17.12.2008
DIE KLEINE FORM
Energie - Optionen für die Zukunft

Prof. Dr. Angelika Heinzel (Ingenieurwissenschaften)
Bibliothekssaal, Campus Essen 13.15 - 14.00 Uhr
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Mittwoch, 17.12.2008
Literaturwissenschaftliches Kolloquium
Prometheus – Göttlicher Mittler oder Rebell? Dante, Goethe und Baude-laire als Leser der Metamorphosen Ovids
Prof. Dr. Karl Maurer (Bochum)
18.00 - 20.00 Uhr
Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Raum R12 S03 H20

Man hat in Dantes Hölle unter den Empörern gegen den höchsten Gott den Titanen Prometheus vermißt, aber die Vorstellungen des mittelalterlichen Dichters sind, wie schon die der christlichen Autoren der Spätantike, von dem Schöpfungsbericht Ovids (Met. 1, V. 76-86) geprägt, nach dem „der Iapetide“ den Menschen aus himmlischen und irdischen Elementen gebildet und ihm als einzigen unter den Geschöpfen den Blick zu den Sternen erhoben hätte. Auch Goethe scheint seine frühen Prometheus-Dichtungen – Ode wie dramatisches Fragment – noch ohne die Autopsie des Aischyleischen Gefesselten Prometheus, wohl aber in Kenntnis der ironischen Konkretisierungen Lukians verfaßt zu haben. Im Alter distanziert er sich von dem rebellischen Ton seiner Jugendwerke: In seiner Autobiographie verengt er die Perspektive auf die notwendige Einsamkeit des „produktiven Talents“, um schließlich, im Sinne der ihm seit seiner Kindheit vertrauten Metamor-phosen, einen Prometheus zu rühmen, der gewürdigt wird, als eine „Mittelfigur“ anstelle des obersten Weltherrschers den Menschen hervorzubringen. In der nachromantischen Ära gewinnt Charles Baudelaire dem Ovidischen Mythos in seinem Cygne (V. 13-28) noch einmal eine neue Facette ab. Das nach Sturz und Verbannung Napoleons allzu abgegriffene „Mythologem“ (Hans Blumenberg) wird nicht mehr beim Namen genannt, und auch das Geschöpf des Prometheus wird nur noch, als „der Mensch bei Ovid“, im Vergleich eingeführt. Für ihn tritt die stumme Kreatur ein, der aus seinem Element vertriebene Schwan, der vorwurfsvoll seinen Kopf zum Himmel reckt.

Mittwoch, 14.01.2009
DIE KLEINE FORM
Herbartianismus in Daten - Exempel einer empirisch gestützten pädagogischen Historiographie

Prof. Dr. Rotraud Coriand (Bildungswissenschaften)
Bibliothekssaal, Campus Essen 13.15 - 14.00 Uhr
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Mittwoch, 14.01.2009
Literaturwissenschaftliches Kolloquium
Faust und die Schöpfung
Prof. Dr. Hans-Jürgen Schings (FU Berlin)
18.00 - 20.00 Uhr
Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Raum R12 S03 H20

Mittwoch, 21.01.2009
Gespräch über Bücher - ALT/JUNG
mit Ursula Renner-Henke, Johannes F. Lehmann
Gast: Dr. Heinrich Bosse (Universität Freiburg)
J. M. Coetzee: Zeitlupe (Fischer-Taschenbuch, Frankfurt a. M., 2007)

20.00 Uhr, Zentralbibliothek Essen, Hollestraße 3 (Gildehof)
Eintritt frei! Informationen hier!

Mit dem Verlust seines Beins, verliert Paul Rayment jeglichen Bezug zu sich selbst. Doch dies ist keine bloße Krankheitsgeschichte – meisterhaft balanciert der Nobelpreisträger J.M. Coetzee die zwischenmenschlichen Themen: Liebe und Selbstliebe, Pflege und Fürsorge, Altern und nicht zuletzt die große Frage nach der eigenen Identität.

Mittwoch, 28.01.2008
DIE KLEINE FORM
Existentialismus und Tragödie

Prof. Dr. Roland Galle (Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft)
Bibliothekssaal, Campus Essen 13.15 - 14.00 Uhr
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Änderung: Donnerstag, 29.01.2009
Literaturwissenschaftliches Kolloquium
Das Imaginäre, die Imagination, die Liebe und das Erzählen. Zur Historisierung dieser Problematik am Beispiel von Texten Marivaux‘
Prof. Dr. Rudolf Behrens
18.00 - 20.00 Uhr
Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Raum:
Glaspavillon R12

Der Vortag geht von einer spätmodernen, durch Lacans Psychoanalyse und die Gestalttheorie geprägten Analyse von ‚Liebe‘ aus, in der ein bestimmtes Konzept des Imaginären sowie narzisstische Projektionen eine konstitutive Rolle spielen. Davon ausgehend wird am Beispiel von Texten Marivaux‘ erarbeitet, wie sich eine solche Konstellation, sofern sie sich als längerfristiges anthropologisches Fixum versteht, in historischen Formen der Liebesmodellierung identifizieren lässt und in epochal signifikanter Ausprägung verfolgt werden kann. Dabei wird sich herausstellen, dass es der narrative Akt ist, der den spezifischen Ort für die Modellierung und problematisierende Reflexion eines solchen Liebeskonzepts bereitstellt.

Mittwoch, 18.02.2009
Gespräch über Bücher - ALT/JUNG
mit Ursula Renner-Henke, Johannes F. Lehmann
Gast: Andreas Platthaus (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Marjane Satrapi: Persepolis. Bd. 1: Eine Kindheit im Iran (Ueberreuter Verlag, Wien, 2007)

20.00 Uhr, Zentralbibliothek Essen, Hollestraße 3 (Gildehof)
Eintritt frei! Informationen hier!

In dem Kultcomic Persepolis hat Marjane Satrapi die eigene Kindheit im Iran nachgezeichnet - anrührend, verstörend, mit entwaffnender Klarheit und viel Humor. Ende der 1970er erlebt sie als Jugendliche die islamische Revolution. Es ist für sie eine Zeit intensiver Freundschaften und pubertärem Aufbegehren vor dem Hintergrund von Demonstrationen, politischen Verfolgungen und Folterungen.

Archiv der Veranstaltungen aus den vergangenen Semestern.

 

zuletzt bearbeitet am 29.07.2008